Tagebuch Zeltlager 2019

Was erlebt die Jugendfeuerwehr auf ihren Zeltlagern, welche regelmäßig in der ersten Ferienwoche der Sommerferien auf Kreis-, Bezirks- oder Landesebene anstehen? Diese Frage wollen wir euch beantworten und möchten euch an dieser Stelle an einigen Eindrücken des Zeltlagers teilhaben lassen. 

Wenn am Mittwoch zum letzten Mal vor den Sommerferien die Schulglocke Alarm schlägt, sind die meisten Vorbereitungen schon getroffen. Das Camping-Material wurde bereits kontrolliert, verstaut und teils sogar schon aufgebaut. Nun heißt es nur noch Koffer packen und schon geht es los in eine spannende Woche.

Der Tag vor der Anreise  

02.07.19 – 15:00 Uhr – die ersten Betreuer und Jugendlichen machen sich auf den Weg in die Stadt Weener im Landkreis Leer. Hier soll ab dem 03.07. das 18. Zeltlager der ostfriesischen Jugendfeuerwehren stattfinden. Auf dem noch relativ leer erscheinendem Gelände, wird in Kürze eine Zeltstadt erbaut. Um den Tag der Anreise entspannter zu gestalten, werden die Zelte schon am Dienstag aufgebaut. Gegen 20 Uhr konnte das Hilfeleistungszentrum in Norden wieder erreicht werden, und die vorerst letzte Nacht im heimischen Bett angetreten werden.

 

Tag 1 

03.07.19 – 13:00 Uhr – die Zeugnisse sind vergeben, die Sommerferien beginnen. Um Punkt 14:00 Uhr geht es los. Die Koffer werden verladen und los geht die ca. einstündige Fahrt ins Ferienlager. Nach dem ersten Chaos der Anreise und dem Beziehen der Zelte steht das Antreten aller Zeltlagerteilnehmer mit der offiziellen Eröffnung statt. Hierbei wurde bekannt, dass auch die Digitalisierung bei den Zeltlagern keinen Halt macht. Es gibt eine Zeltlager-App, mit welcher alle Informationen rund um das Zeltlager visualisiert werden. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier schlossen sich unsere Jugendlichen mit den Jugenfeuerwehren aus Berumerfehn, Dornum und Hage zusammen und rundeten den Tag mit einem gemeinsamen Grillen ab.

 

 

Tag 2

Die erste Nacht mit mehr oder weniger Schlaf verbracht, begann der Morgen um 06:45 Uhr mit dem Wecken und einem anschließenden Frühstück. Um 10:52 wurde zum Orientierungsmarsch angetreten. Der Marsch mit Spielen dauerte 2,5 Stunden. Zur Stärkung gab es dann in der großen Speisehalle Nudeln mit Bolognese zum Mittag. Der Nachmittag dient nun der Entspannung, ehe es um kurz nach Mitternacht zum Nachtmarsch geht. 

 

Tag 3

Nachdem wir den Nachtmarsch bewältigt haben, wird gegen 2:00 Uhr die Nachruhe eingeläutet. Unsere Jugendlichen dürfen heute ausnahmsweise etwas länger schlafen. Um 7:30 ist Aufstehen angesagt. Da der heutige Tag zur freien Verfügung ist, werden wir es erst mal ruhig angehen lassen. Als Überraschung steht eine ausgiebige Besichtigung der Papenburger Meyer Werft an. Hier können wird einiges an Wissen zum Bau großer Kreuzfahrtschiffe in Erfahrung bringen. Das Abendessen im Zeltlager ist nach dem Ausflug schon in vollem Gange, so gibt es einen Zwischenstopp an einer örtlichen Pizzeria. Im Anschluss heißt es die Jugendlichen treten bei Spielen gegen die Jugendwarte an..

 

Tag 4

Der Start des Tages verläuft ruhig, in den Vormittagsstunden findet ein Lebend-Kickerturnier statt. Auch wir nehmen mit einer Gruppe teil. Leider ist der Fußballgott heute nicht auf unserer Seite und somit scheiden wir in der Vorrunde aus. Um uns nach dem frühen Schluss noch ein wenig aus zu powern ging es in ein Schwimmbad. Heute Abend steht aufräumen an, morgen ist ein Besuchertag geplant und da soll natürlich alles für unseren Besuch aufgeräumt sein..

Tag 5

Der Sonntag gibt uns die Chance etwas länger zu schlafen, erst um 7:30 Uhr erklingt der allgemeine Wecker. Danach geht es entspannt zum Frühstück, ehe ab 13:30 Uhr der große Ansturm des Besuchertages beginnt. Bei rund 1600 Zeltlagerteilnehmern ist natürlich mit viel Besuch zu rechnen. Ein Elternteil hat von seinen Eindrücken am Besuchertag berichtet: 

Der Besuchertag aus Sicht eines Elternteils

Der Tag des offenen Zeltes bietet Eltern und Feuerwehrangehörigen die Gelegenheit, das bunte Treiben auf dem Zeltplatz einmal selbst aus nächster Nähe zu erleben. Natürlich will man als Eltern sich auch davon überzeugen, ob es dem eigenen Kind auch gut.
Der erste Eindruck in Weener ist für Außenstehende erst einmal erschlagend. „Der Zeltplatz ist riesig und der Besucheransturm enorm.“
Der eingerichtete Shuttle-Service mit Reisebussen kommt schnell an seine Grenzen, doch blitzschnell unterstützen die zahlreiche Bullis der Feuerwehren den Fahrdienst. „Die Feuerwehr hat also wie gewohnt alles im Griff.“
Nach ein wenig Sucherei hat man den Zeltplatz der Norder Jugendfeuerwehr gefunden, umgeben von befreundeten Jugendwehren aus Hage, Berumerfehn und Großheide. „Die Kinder sind in guter Gesellschaft. Sehr gut.“
Doch wo steckt nun das eigene Kind? Zwischen den 1.600 Jugendlichen und doppelt so vielen Besuchern hat man kaum eine Chance es zu finden. Eine kurze Nachfrage bei den Betreuern ergibt, dass es sich abgemeldet hat mit anderen Kids im Lager unterwegs ist. „Top, hier herrscht Ordnung und die Betreuer wissen wo mein Kind ist.“
Nach und nach gesellen sich weitere Eltern dazu und gemeinsam mit den Betreuern und anderen Angehörigen der Norder Wehr verspeist man den mitgebrachten Kuchen. „Instant-Kaffee gibt´s aus dem Küchenzelt, vom Stadtjugendwart persönlich serviert. Elternwohl ist hier Chefsache. Ich bin beeindruckt.“
Irgendwann sind die Kinder alle vollzählig am Kuchenbuffet erschienen und erstatten den Eltern, zähfließend Auskunft über das Wohlbefinden und die Zeltlageraktivitäten. „Ja, ist ja gut. Ich frag auch nicht weiter nach. Dem Kind scheint es wirklich gut gehen. Das ist das wichtigste. Den Rest erfährt man sicher von anderen Eltern und den Betreuern.“
Die Stimmung unter den Eltern und Feuerwehrleuten ist prima. Die ein oder andere Geschichte über das von den Kindern Erlebte wird ausgeplaudert und schnell merkt man:  „Zeltlager ist eine tolle Zeit und die Kids fühlen sich dort wohl. Die Betreuer opfern sich auf und sind um das Wohl der ihnen Anvertrauten sehr bemüht. Alles läuft in geregelten Bahnen. Was will man als Eltern mehr? Nichts desto trotz schleicht mich das Gefühl, dass die Kids sich trotzdem ein kleines bisschen auf Zuhause freuen.“

 

Tag 6 

Der letze vollständige Tag des Zeltlagers ist angebrochen. An diesem Tag wurden die Freien Spiele fortgesetzt. Wir belegten bei diesem Wettbewerb einen 45. Platz von insgesamt 87 teilnehmenden Gruppen. In der Gesamtwertung aller Wettbewerbe, das waren der Orientierungsmarsch, der Nachtmarsch und die Freien Spiele belegten wir einen guten 35. Platz mit 868 Punkten. Nach dem Abendessen erfolgt die Abschlusskundgebung des diesjährigen Zeltlagers.

 

Tag 7

Der letzte Tag im Zeltlager ist angebrochen. Nach dem Frühstück ging es ans Aufräumen und Abbauen. Der Platz muss sauber verlassen werden und wird durch das Team S&O (Sicherheit und Ordnung) abgenommen. Gegen 12 Uhr konnten wir die Heimreise antreten. Die Rückfahrt ging über Leybuchtpolder. Dort wurden bei einem Landwirt in einer Halle die Zelte nochmal wieder aufgebaut damit sie vollständig trocknen. Gegen 14.30 Uhr waren alle Teilnehmer am Hilfeleistungszentrum in Norden angekommen. Eine anstrengende aber auch erlebnisreiche Woche mit vielen Eindrücken liegt hinter uns. Alle freuen sich schon auf das Zeltlager im nächsten Jahr …