132. Jahresdienstversammlung

Am Abend des 25.01.2019, konnte Stadtbrandmeister Thomas Kettler die 132. Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Norden eröffnen. 

In diesem Jahr wurde die Versammlung erstmalig in den Räumlichkeiten des Haus des Gastes in Norddeich durchgeführt. Auch diesmal war der Saal auch trotz des bescheidenen Wetters wieder gut gefüllt. Die einzelnen Abteilungen der Norder Feuerwehr, Vertreter weiterer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Rat und Verwaltung der Stadt sind der Einladung gefolgt. Die weiteste Anreise aus Osnabrück dürfte Frau Dr. Angela Lißner von der Polizeidirektion Osnabrück gehabt haben, welche dieser Einladung gern gefolgt ist. 
Insgesamt 339 Mal ist die Feuerwehr zu Einsätzen ausgerückt. Großbrände und Einsätze durch Unwetter blieben im Berichtsjahr 2018 aus. Doch auch die scheinbar kleineren Einsätze können einem durchaus einiges abverlangen. 21 Personen wurden dabei aus akuter Gefahr gerettet.
Bei den Mitgliedszahlen sprach Kettler von einer Steigerung um fast 10%. 442 Mitglieder sind in den Abteilungen tätig, doppelte Mitgliedschaften wurden dabei nicht berücksichtigt. In der Einsatzabteilung sind 144 Mitglieder tätig. 12 Quereinsteiger haben im vergangenen Jahr den Weg in die Norder Feuerwehr gefunden, dies war so schon lange nicht mehr der Fall. Jedoch gibt es auch einen Negativtrend zu verzeichnen, immer mehr ehemalige Norder ziehen in umliegende Gemeinden, Miet- und Bauobjekte sind in Norden nicht zu haben oder schlichtweg zu teuer. Damit richtetet er einen Appell an die Politik, diese sollte hier tätig werden, um die ehrenamtlichen zu unterstützen. Die "Oldie"-Abteilung, welche sich um die alten Schätze der Feuerwehr kümmert, darunter ein ehemaliges Tanklöschfahrzeug oder die Drehleiter der Norder Wehr, pflegen und restaurieren diese liebevoll und mit einem Blick fürs Detail. Seit vielen Jahren stellt der Kamerad Dirk Bünting eine Halle der Firma C.E. Popken zur Verfügung. Doch die Räumlichkeiten sind begrenzt und auch die Nähe zum Hilfeleistungszentrum (HLZ) fehlt, denn diese Abteilung gehört schließlich auch zur Feuerwehr Norden. So wurde bereits der Wunsch geäußert, die Oldies am HLZ unterzubringen. Bürgermeister Schmelze unterstützt diese Ansicht in seiner Ansprache und hofft ebenfalls auf die Unterstützung aus Rat und Verwaltung um diese Idee in die Realität umzusetzen.
Waren es nicht die „großen“ Einsätze hatten wir jedoch die großen Veranstaltungen vor der Haustür. Der 2. Bevölkerungsschutztag der Polizeidirektion Osnabrück oder auch die 9. Norddeicher Feuerwehrtage verlangten einiges von den Mitgliedern und Organisatoren ab. Auch Dr. Lißner bedankte sich an dieser Stelle noch einmal bei allen, welche diese Veranstaltungen zu so einem Erfolg gemacht haben. Auch ging sie erneut auf ihre Vision ein, die Freiwilligen Feuerwehren zum Weltkulturerbe zu ernennen. Sie sei eine Frau, welche ihre Ideen nicht so schnell verwirft und somit ist sie weiter an der Sache dran und hat auch weitere Unterstützer gefunden. Der Deutsche Feuerwehrverband ist ebenfalls auf die Idee aufmerksam geworden und möchte dies ebenfalls unterstützen. 
Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Norden konnte durch die finanzielle Unterstützung der Mitglieder auch erneut einige Anschaffungen tätigen. So konnte für die Brandschutzunterweisungen eine Trainings- und Simulationsanlage beschafft werden. Mit dieser ist es möglich Papierkorbbrände, Fettbrände o. ä. zu simulieren und abzulöschen. Der Jugend- und Kinderfeuerwehr wurden drei neue Zelte zur Verfügung gestellt, was ohne diesen Verein nicht möglich gewesen wäre. Für Zeltlager und Ausflüge könnten in Zukunft ebenfalls Zuschüsse bereitgestellt werden. Diese Beschaffungen reißen natürlich Lücken in die Kasse, weswegen eine stete Mitgliederwerbung wichtig ist. 
Weitere Beschaffungen wurden durch die Stadt Norden getätigt. Ein LF10 mit dem Einsatzzweck „Umwelt“ wurde für 330.000€ beschafft. Dies ist nun seit einer Woche Bestandteil des Fuhrparks. Es ersetzt ein 32 Jahre altes LF8 und wird zukünftig hauptsächlich bei Einsätzen mit Umweltgefahren eingesetzt werden. Des Weiteren konnte ein neuer Rollcontainer für die Dekontamination auf dem LF-Logistik angeschafft werden, beispielsweise das die Havarie der MSC-Zoe zeigt, wie schnell Gefahrenstoffe angespült werden könnten. Die Beschaffung wurde dadurch bestätigt. 
Auch im Jahre 2019 stehen wieder große Dinge bevor. So soll der Neubau des Feuerwehrhauses in Leybuchtpolder voranschreiten und auch die Ersatzbeschaffungen für abgängige Fahrzeuge soll weiter vorangebracht werden – neben einem neuen Löschgruppenfahrzeug für den vierten Zug in Leybuchtpolder soll auch das LF16-TS, welches am vergangenen Wochenende außer Betrieb genommen wurde ersetzt werden. In der Zwischenzeit wurde das mittlerweile 35 Jahre alte LF16 wieder in Betrieb genommen um die Lücke, zu füllen. 

Bei den Ehrungen wurden zunächst zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr nach vorne gerufen, welche in 2018 die meisten Stunden absolviert haben. Regelmäßige Teilnahme an Ausbildungs- und Übungsdiensten sowie der Schwimmunterricht gehören zum festen Bestandteil der beiden. Lara-Marie Blankenhagen und Tim Ilschner erhielten daher für 334,75 und 320,75 absolvierte Stunden den Wanderpokal sowie vom Feuerwehr- und Ordnungsausschuss gab es Kinogutscheine obendrauf. Heinrich Odenga erhielt ein Präsent, da er seit Jahrzehnten für den reibungslosen Verlauf der Jahresdienstversammlungen gesorgt hat, indem er die Gästeliste sowie die Akustik im Blick behielt. Diese Aufgabe gab er somit in diesem Jahr ab.
Keinen Dienst im Jahr 2018 gefehlt haben Marina Klaassen, Arno Schröder und Wilko Wilberts. 
25 Jahre aktives Mitglied der Feuerwehr und zeitgleiche Überführung in die Ehrenabteilung erhielt Hauptlöschmeister Dieter Fischer.
Bernd Fuhrmann, Frank Liebermann und Otto Bork erhielten für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Musik ebenfalls ein Ehrenabzeichen. Fuhrmann erhielt zudem noch das Ehrenkreuz des Landes Feuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze überreicht. 
Das Ehrenabzeichen für 50 Jahre Feuerwehr erhielt Oberbrandmeister Reno Müller sowie Hauptfeuerwehrmann Waldemar Fick. 
Ganze 60 Jahre ist Löschmeister Alfred Rüst schon dabei und erhielt das entsprechende Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes. 
Hauptfeuerwehrmann der Musik Arnold Fröhlich erhielt für 60 Jahre das Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für die Musik. 
Das seltene Abzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft erhielt Jan Heddinga, bereits 1948 trat er in die Feuerwehr ein und wurde nach 47 aktiven Jahren in die Ehrenabteilung überführt. Auch Oberbrandmeister Gerhard Kosuch, erhielt diese besondere Ehrung. Als ältestes Mitglied verbrachte er 40 Jahre aktiv in der Einsatzabteilung und ist heute noch in der Ehrenabteilung präsent. 

Folgende Beförderungen konnten im Rahmen der Jahresdienstversammlung vollzogen werden.
Zum Feuerwehrmann/-frau ernannt wurden Simon Cesi, Daniel Lehmann, Keno Janssen, Malte Warda, Malte Wiltfang, Dietmar Heyen, Niklas Noormann und Wiebke Pieper.
Oberfeuerwehrmann/-frau sind nun Michael Lottmann und Annalena Lottmann.
Haupfeuerwehrmann geworden sind  Matthias Lottmann sowie Karsten Müller.
Zum Löschmeister befördert, aufgrund ihrer Tätigkeit als Gruppenführer auf dem Einsatzleitwagen 2, wurden Oliver Prigge und erstmalig eine weibliche Stellvertreterin Jessica Petke.
Oberlöschmeister dürfen sich nun Timo Frodermann, Siemen Rass und Stefan Decker nennen nachdem sie ein Jahr als Gruppenführer auf den Fahrzeugen absolviert haben.
Hauptlöschmeister geworden ist Daniel Blankenhagen aufgrund seiner Tätigkeit als Stadtjugendfeuerwehrwart.
Brandmeister, durch die Position als Zugführer im dritten Zug, ist nun Fokko Schumann.

Bilder: Mareike Pieper und Marina Klaassen

132. JDV, 25.01.2019

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132. JDV, 25.01.2019

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132. JDV, 25.01.2019

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