Schwelbrand in einem Autohaus

12.09.2026, 02:30 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2026 »

Einen unerwarteten Verlauf nahm in der Nacht zu Sonnabend ein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Norden. Die Einsatzkräfte wurden um 2.30 Uhr zu einem Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße alarmiert. Eine Hausbewohnerin hatte dort mit ihren Kindern einen ungewöhnlichen Geruch festgestellt und einen Gasaustritt vermutet. Die Feuerwehr identifizierte den Geruch jedoch als verbranntes Bitumen. Nach kurzer Erkundung entdeckte man dann eine leichte Rauchentwicklung aus dem Flachdach eines angrenzenden Autohauses. Da für diese Lage weitere Kräfte erforderlich waren, wurde die Alarmstufe für die Feuerwehr erhöht und zusätzlich  der Rettungsdienst und das Deutsche Rote Kreuz alarmiert. Die Polizei fuhr die Einsatzstelle ebenfalls an.

Die Feuerwehrleute konnten den noch in seiner Wohnung schlafenden Besitzer des Autohauses wecken. Er schlief nahezu direkt unter dem Brandherd und hatte von dem Feuer noch gar nichts mitbekommen. Während die weitere Erkundung zur genauen Lokalisierung der Brandstelle und dessen Ausmaß lief, bauten die Feuerwehrleute einen Löschangriff auf das Flachdach auf. Mit einer Wärmebildkamera konnte der Brandherd schließlich genau lokalisiert werden. Er befand sich an einer Stelle, an der mehrere Gebäudeteile miteinander verbunden sind.

Mit Sägen, Brechwerkzeug und anderen Werkzeugen öffneten Atemschutzgeräteträger die Dachhaut sowie eine Wandverkleidung auf mehreren Quadratmetern. Schnell stießen sie dabei auf die glimmende Dachkonstruktion. Im Innenbereich öffnete man zudem eine Zwischendecke. Aufgrund der schweren Zugänglichkeit der Brandstelle zog sich der Einsatz auf über zweieinhalb Stunden hin. Verletzt wurde niemand. Ursache für den Brand waren tagsüber durchgeführte Dacharbeiten mit einem Gasbrenner.