Leitstellendrohne erkundet Rauchmeldung

14.08.2026, 17:01 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2026 »

Die Erkunderdrohne der Leitstelle Ostfriesland ist am Freitagnachmittag zu einem besonderen Einsatz gestartet und konnte den unnötigen Einsatz zweier Feuerwehren verhindern. Letzten Endes stellte sich das Ganze jedoch als harmlose Staubwolke heraus.

Die Feuerwehr Norden war mit dem Rüstwagen des Landkreises Aurich auf dem Weg zu einem Einsatz nach Neßmersiel. Als das Fahrzeug die Ortschaft Hagermarsch durchfuhr, sah die Besatzung in Richtung Lütetsburg und Norden eine große Rauchwolke. Die Feuerwehrleute vermuteten einen Flächen- oder Waldbrand. Ihre Sichtung meldeten sie per Funk der Leitstelle in Wittmund. Doch der genaue Einsatzort war aus der Ferne nicht zu bestimmen.

Anstatt nun die Feuerwehren der Stadt Norden und der Samtgemeinde Hage zur Erkundung zu alarmieren und mit der zeit- und personalintensiven Suche zu beauftragen, bekam die am Flugplatz Norden-Norddeich stationierte Drohne den Einsatzauftrag. Ein Drohnenpilot der FLN FRISIA Luftverkehr GmbH Norddeich startete umgehend und begann mit der Suche. Schnell hatte die Erkunderdrohne die Waldgebiete zwischen Norden und Lütetsburg erreicht und abgesucht. Nach wenigen Minuten konnte ein Brand in dem Bereich ausgeschlossen werden. Nach weiterer Suche wurde die vermeintliche Rauchwolke dann weiter südlich in der Gemeinde Brookmerland ausfindig gemacht.

Die Drohne konnte den Ort wegen zu großer Entfernung zwar nicht erreichen, aber der Drohnenpilot und der Leitstellendisponent konnten den Einsatzort in der Ortschaft Osteel eingrenzen. Beide vermuteten auch, dass es sich eher um Staub als um Brandrauch handeln würde. Ganz ausschließen konnten sie ein Feuer jedoch nicht.

Da die Feuerwehr Brookmerland West zu diesem Zeitpunkt in Marienhafe unterwegs war, bekam sie den Auftrag, sich die Sache vor Ort anzusehen. Die Einsatzkräfte stellten dann im Woldeweg extrem staubintensive Erntearbeiten als Ursache fest. Ein Eingreifen war somit nicht erforderlich. Immerhin konnte ein unnötiger Einsatz zweier Feuerwehren durch den Drohneneinsatz verhindert werden.

Foto: FLN/Ingo Hellmann