Erneut erhöhtes Einsatzaufkommen

11.08.2026, 15:34 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2026 »

Erneut musste die Freiwillige Feuerwehr Norden ein erhöhtes Einsatzaufkommen binnen weniger Stunden und teilweise mehrere Einsätze parallel abarbeiten. Nachdem die Einsatzkräfte vergangene Woche Dienstag erst acht Einsätze in viereinhalb Stunden abarbeiten mussten, waren es diesen Dienstag fünf Einsätze binnen fünf Stunden. In den Nächten zu Dienstag und auf Mittwoch mussten zwei weitere Einsätze abgearbeitet werden. Somit waren es dann sieben Einsätze in etwas mehr als 24 Stunden. Eine für Dienstagabend angesetzte Übung der Norder Feuerwehr konnte durch das Einsatzgeschehen nur mit Einschränkungen stattfinden. Obendrein leistete ein Feuerwehrpärchen auf dem Weg zum Übungsabend noch Erste Hilfe bei einem Verkehrsunfall.

Hund aus Norder Tief gerettet
Gegen 18.30 Uhr war ein Hund im Norder Hafen in Not geraten. Der Deutsch Kurzhaar war dort in das Norder Tief gesprungen. Aus eigener Kraft konnte er das Gewässer nicht verlassen. Spundwände und Uferböschungen war zu hoch für das Tier. Jugendliche erkannten die Notsituation und riefen die Feuerwehr. Ihr gelang es den Jagdhund mit spielerischen Rufen und Klatschen an das Ufer beim Ruderclub zu locken und mit einem beherzten Griff in den Nacken aus dem Wasser zu retten.

Zur Verwunderung der Feuerwehrleute hing noch die Leine am Halsband des Rüden. Doch vom Besitzer fehlte jede Spur. Die Feuerwehr veröffentlichte kurzerhand auf ihren Social-Media-Kanälen ein Foto von dem Hund und bat die Öffentlichkeit um Hinweise zum Besitzer. Es dauerte auch nicht lange und bei der Polizei meldete sich jemand, der den Hund mit seinem Besitzer kurz zuvor beim Einkaufszentrum Norder Tor gesehen hatte. Die Feuerwehr machte sich fußläufig mit dem Hund auf den Weg dorthin. Tatsächlich traf man den Besitzer dort an, welcher seinen Vierbeiner bereits suchte. Der Hund konnte unverletzt an ihn übergeben werden.

Paralleleinsatz: Feueralarm im RGZ

Während dieser Einsatz lief, löste die automatische Brandmeldeanlage im Regionalen Gesundheitszentrum in der Osterstraße aus. Weitere Kräfte wurden hierzu alarmiert. Vor Ort stellte sich Zigarettenrauch als Auslösegrund heraus.

Zwei Flächenbrande in der Nachbargemeinde
Als sich die Einsatzkräfte auf dem Rückweg von beiden Einsatzstellen befanden und sich für eine anstehende Übung mit der gesamten Wehr vorbereiten wollten, erfolgte um 19.06 Uhr auch schon die nächste Alarmierung. Im Nachbarort Lütetsburg war es zu einem größeren Brand auf einem Stoppelfeld gekommen. Beim Pressen von Rundballen hatte sich das Feld auf über 3.000 Quadratmetern samt mehreren Strohrundballen entzündet. Hier unterstützte die Norder Feuerwehr die Feuerwehren der Samtgemeinde Hage mit einem geländegängigen Tanklöschfahrzeug sowie einem Löschfahrzeug zur Wasserförderung.

Bereits am Nachmittag war es dort in der Nähe ebenfalls zu einem Flächenbrand bei Erntearbeiten gekommen. Auch hier war die Feuerwehr Norden zur Unterstützung angerückt. Der Landwirt hatte den Brand jedoch mit eigenen Mitteln löschen können. Bei beiden Flächenbränden stellte die Feuerwehr Norden einen Drohnenpiloten für die Erkunderdrohne der Leitstelle Ostfriesland. Mit der Drohne konnten die genauen Einsatzorte und die Ausmaße der Brände bestimmt werden.

Ersthelfer bei Motorradunfall 

Ein Feuerwehrpärchen kam auf dem Weg zum Übungsabend auf einen Motorradunfall auf der Norddeicher Straße zu. Ein Krad war auf einer Kreuzung mit einem Pkw zusammengestoßen. Die Feuerwehrleute leisteten dem Motorradfahrer bis zum Eintreffen Erste Hilfe.

Einsatz während Übung

Um 19.30 Uhr begann dann der reguläre Übungsdienst der Feuerwehr Norden. Eine Übung zur Wasserentnahme, anschließender Förderung und Abgabe sollte beim Klärwerk sowie am Schwanenteich stattfinden. Hierzu waren eigentlich alle Fahrzeuge der Norder Wehr eingeplant. Doch einige Fahrzeuge befanden sich noch im Einsatz. Kurz nach Beginn der Übung musste dann noch ein weiteres Fahrzeug aus der Übung abgezogen werden. In der Kirchstraße waren zwei Personen in einem Aufzug steckengeblieben. Die Einsatzkräfte waren zwar schnell vor Ort. Doch die Befreiung der Eingeschlossenen gestaltete sich aus technischen Gründen als schwierig. Daher nahmen die Einsatzkräfte Kontakt zum örtlichen Aufzugsdienstleister Axel Moritz auf. Dieser machte sich ebenfalls auf den Weg zum Einsatzort. Der Feuerwehr gelang es dann aber doch, die Personen vor Eintreffen des Technikers zu befreien.

Zwei nächtliche Einsätze
In der Nacht zu Dienstag war die Feuerwehr Norden bereits mit dem Rüstwagen-Kran des Landkreises Aurich zu einem gemeldeten Verkehrsunfall in die Gemeinde Großheide ausgerückt (wir berichteten). In der Nacht zu Mittwoch rückte die Drehleiter sowie ein Löschfahrzeug der Norder Feuerwehr nach Marienhafe aus. Dort brannte ein Anbau zwischen einer Turnhalle und einem Vereinsheim.
Fotos: Stefan Schröder, Thomas Kettler, Marvin Peters und Thomas Weege