Viele Einsätze nach schwerem Unwetter
Ein äußerst schweres Unwetter hat die Stadt Norden in der zu Sonnabend getroffen. Gegen 1 Uhr zog eine gewaltige Gewitterzelle über die Stadt. Das Unwetter war von einer enormen Blitzrate, Starkregen und sehr kräftigen Sturmböen geprägt. Den Ortsteil Leybuchtpolder hat es dabei am schlimmsten getroffen. Einige langjährige Bewohner konnten sich an kein vergleichbares Unwetterereignis in dem Dorf erinnern. Wetterexperten vermuten sogar, dass sich dort ein Tornado gebildet hat.
Kaum hatte das Unwetter die Stadt in der Nacht erreicht, musste die Freiwillige Feuerwehr Norden auch schon ausrücken. In der Straße Im Horst war ein großer Baum entwurzelt worden und auf die Straße sowie Oberleitung der Bahnlinie von Emden nach Norddeich Mole gestürzt. Die Straße war blockiert und die Oberleitung beschädigt. Funken sprühten und der Baum war in Brand geraten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, ließ die Natur ihrer Kraft jedoch freien Lauf. Die Lage war für die Feuerwehrleute so gefährlich, dass sie den Einsatz abbrachen und den Rückzug zum Feuerwehrhaus antraten. Parallel dazu sammelten sich weitere Meldungen über weitere umgestürzte Bäume. Die Einsatzkräfte sammelten sich zunächst in den Feuerwehrhäusern in Norden und Leybuchtpolder. Erst als das Wetter sich nach einer halben Stunde besserte, rückten die Helfer aus.
Bis zum Morgen fuhren die Feuerwehrleute mehr als 6o Einsatzstellen an. Am meisten hatten sie es mit umgestürzten Bäumen und kleineren Gebäudeschäden zu tun. Personenschäden wurden nicht bekannt. Der Sturm hatte in und um Leybuchtpolder dermaßen vielen Bäume beschädigt und umgeworfen, dass das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten war. Nach und nach entfernte die Feuerwehr zahlreiche Bäume. Da die Schäden jedoch so zahlreich waren, forderte die Feuerwehr einen großen Radlader vom THW Emden an. Mit diesem gelang es alle Straßen zu räumen. Das brachte für die Feuerwehr nicht nur Geschwindigkeit n der Abarbeitung, sondern auch Sicherheit. Viele Bäume lagen unter Spannung, was eine enorme Gefahr für die Motorsägenführer darstellt. Auch in der Norder Innenstadt unterstützten Mitarbeiter des städtischen Bauhofs mit einem Radlader und Fachkräften die Feuerwehr. Der in Norden stationierte Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Aurich unterstützte die Leitstelle Ostfriesland bei der Koordinierung der Einsätze im nördlichen Landkreis. Mit ihrer Drehleiter halfen die Norder den Kameraden im Brookmerland bei zwei Baumbeseitigungen.
In Leybuchtpolder wurden auch ein Zelt und ein Pavillon samt Ausstellungsgegenständen beschädigt. Am Sonnabend wurde dort ein Jubiläum der Dorfgemeinschaft sowie der Gewinn eines Preises für die schönste Allee Deutschlands. Dank des intensiven Einsatzes der Einsatzkräfte konnte das Fest am Vormittag wie geplant beginnen. Der kräftezerrende Großeinsatz in Leybuchtpolder endete mit einem gemeinsamen Frühstück aller Helfer im Feuerwehrhaus.
Doch für Einsatzkräfte aus der Innenstadt blieb keine Zeit zur Erholung. Nach dem Frühstück kamen immer wieder weitere Einsatzmeldungen aus dem Stadtgebiet. Den letzten Unwettereinsatz fuhr die Norder Feuerwehr dann am späten Abend. Bewährt haben sich bei diesem Unwetterereignis große Maschinen wie die Radlader des THW und der Stadt, ein von der Feuerwehr angemieteter Teleskoplader und eine Hubbühne des Bauhofs.






















































