Kitesurfer und Wattwanderer in Not gemeldet
Am Pfingstwochenende war das Watt vor Norddeich gleich zwei Mal Einsatzort der Freiwilligen Feuerwehr Norden. Bei beiden Einsätzen sollten Menschen in Gefahr sein. Doch von der Feuerwehr gerettet werden, brauchte am Ende niemand.
Am Sonnabend meldete ein Spaziergänger am Deich der Leitstelle Ostfriesland zwei vermutlich in Not geratene Kitsurfer. Aufgrund des guten Wetters, des bereits weit abgelaufenen Wasserstandes, schien dem Leitstellenmitarbeiter eine Notlage doch eher unwahrscheinlich. So alarmierte die Leitstelle zunächst ihre am Flugplatz Norden-Norddeich stationierte Erkunderdrohne. Ein Drohnenpilot der Norder Feuerwehr steuerte das Fluggerät zum gemeldeten Notfallort. Nur wenige Minuten nach Eingang des Notrufs bekam die Leitstelle ein Livevideo von der Drohne übertragen. Der Drohnenpilot konnte aus der Ferne schnell zwei Kiter ausfindig machen. Beide waren wohlauf und genossen ihren Sport scheinbar in vollen Zügen. Die Leitstelle rief den Meldenden daraufhin zurück und glich noch einmal die Beobachtungen des Anrufers mit den Drohnenaufnahmen ab. Letztlich konnte anhand der Farbgebung der Kitesegel eindeutig bestätigt werden, dass die Drohne die richtigen Surfer aufgespürt hat. Die Drohne kehrte daraufhin zu ihrem Standort zurück. Ein unnötiger Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, Polizei und gegebenenfalls auch den Seenotrettern konnte so vermieden werden.
Am Sonntag war die Lage eindeutiger und entsprechend wurde sofort der besagte Großalarm ausgelöst. Gegen 16 Uhr wurden zwei im Watt feststeckende Personen gemeldet. Die Nordsee lief zu diesem Zeitpunkt auf und zwei Stunden später wäre der Höchstwasserstand erreicht gewesen. Also eine eindeutige Gefahrensituation. Doch noch während sich mehr als 50 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen auf dem Weg nach Norddeich befanden, wurde der Einsatz wieder abgebrochen. Die beiden Wattwanderer hatten den Deich inzwischen sicher erreicht.



