Weitere Maßnahmen wegen Gewässerverunreinigung

16.05.2026, 12:20 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2026 »

Nachdem eine Gewässerverunreinigung am Freitagvormittag im Norder Hafen bereits einen stundenlangen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Norden ausgelöst hatte, musste die Feuerwehr am Freitagabend und Sonnabend mehrfach erneut zum Hafen ausrücken. Am Freitagabend musste gegen 18.15 Uhr zunächst eine der ausgebrachten Ölsperren korrigiert werden. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Einsatzkräfte jedoch keine neue Verschmutzung außerhalb der Ölsperre im Bootshafen feststellen. Der Einsatz war nach wenigen Minuten beendet. Wenig später begann es ergiebig zu regnen.

Um 20.30 Uhr wurde dann erneut eine großflächige Ölverschmutzung auf dem Norder Tief gemeldet. Die Einsatzkräfte rückten wieder mit zahlreichen Kräften an und konnten die Meldung bestätigen. Der Ölfilm war deutlich zu sehen und auch zu riechen. Mit einer Drohne konnte eine Ausbreitung auf einer Fläche von zirka 4.000 Quadratmetern ausgemacht werden.

Während ein Teil der Einsatzkräfte rund 100 Meter saugfähige Ölsperren verknüpfte und zu Wasser ließ, suchten weitere Kräfte nach der Ursache. Diverse Boote, Grundstücke und auch die Kanalisation wurden erkundet, ohne Ergebnis. Da die Verschmutzungen am Morgen und am Abend jeweils nach kräftigen Regenschauern entstanden, lag der Verdacht nahe, dass der Kraftstoff über die Oberflächenentwässerung in das Gewässer gelang. Obwohl sich der Ursprungsbereich mit den Drohnenaufnahmen deutlich eingrenzen lässt, war keine eindeutige Ursache auszumachen. Nachdem zwei Ölsperren quer zu Fließrichtung in den Kanal eingebracht wurden, beendete die Feuerwehr gegen 23.30 Uhr ihren Einsatz vorerst.

Am nächsten Morgen fand eine erneute Kontrolle des Gewässers und der Ölsperren statt. Trotz erneuter Regenfälle in der Nacht war keine erneute Verschmutzung sichtbar. Die ausgebrachten Ölsperren waren alle in Takt und wirksam.

Am Vormittag machten sich dann Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Aurich und der Deich- und Sielacht Norderland auf die Suche nach einer Ursache. Auch sie kontrollierten Abwasserleitungen, Grundstücke und Boote. Am Mittag wurde die Feuerwehr dann um Unterstützung gebeten. Ein Boot wurde gemeinsam mit dem Besitzer intensiver kontrolliert und an einen anderen Liegeplatz verbracht. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht, womit die Ursache weiter unklar ist. Die Feuerwehr rückte wieder ab. Sofern es vorher keine neuen Erkenntnisse gibt, wird die Ursachenforschung in der nächsten Woche fortgesetzt.