Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Norden – Ehrungen, Auszeichnungen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft
Am 30. Januar 2026 fand im Hotel Reichshof die 138. Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Norden statt. Stadtbrandmeister Thomas Kettler begrüßte zahlreiche Mitglieder aller Abteilungen, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Gäste befreundeter Organisationen.
Rückblick des Stadtbrandmeisters
In seinem Jahresbericht stellte Kettler die Vielseitigkeit des Einsatzjahres 2025 fest, welche die Feuerwehr zu insgesamt 433 Einsätzen forderte. Er ging auf besondere Einsatzschwerpunkte, die gestiegene Komplexität der Gefahrenabwehr sowie auf wichtige Investitionen ein – darunter die Beschaffung des TLF 3000 und des HLF 20, die zusammen ein Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro ausmachen.
Ein zentrales Thema war erneut das geplante Feuerwehrmuseum, das die Norder Feuerwehr vorbereitete. Die dazu benötigten Fördermittel in Höhe von insgesamt 125.000 Euro sowie weitere 80.000 Euro städtische Beteiligung wurden durch die Feuerwehr selbst in Eigenregie organisiert und beantragt. Trotz dieser einzigartigen Ausgangslage liegt das Projekt derzeit auf Eis, denn die notwendige Baugenehmigung steht weiterhin aus. Kettler machte deutlich, dass sich dadurch der Zeitplan erheblich verzögere.
Für das laufende Jahr blickte Kettler auf mehrere große Aufgaben:
- das 140‑jährige Jubiläum der Feuerwehr,
- die Weiterentwicklung der Einsatzstellenhygiene,
- die geplante Anschaffung eines Wechselladerfahrzeugs,
- die dringend benötigte Übungsfläche,
- sowie die Hoffnung auf eine zeitnahe Genehmigung des Museumsprojekts.
Jugendfeuerwehr – Ein herausragendes Jahr
Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Blankenhagen berichtete über ein äußerst ereignisreiches Jahr 2025. Die Jugendfeuerwehr feierte ihr 30‑jähriges Bestehen mit zahlreichen Wettbewerben, Ausbildungsdiensten, Schwimmabzeichen, Zeltlagern und einem großen Festwochenende auf dem Marktplatz.
Auch die Kinderfeuerwehr blickte auf ein aktives Jahr mit vielen Aktionen und der erfolgreichen Brandflohabnahme zurück.
Im Anschluss meldeten sich die Jugendsprecher Yven Daro und Joel Sanders zu Wort, die die Arbeit der Betreuer würdigten und die Bedeutung der Feuerwehrgemeinschaft für die Jugendlichen hervorhoben. Sie betonten das Zeltlager zum 30-jährigem Jubiläum das Highlight im letzten Jahr war.
Ansprachen der Gäste
Bürgermeister Florian Eiben kündigte an, die noch ausstehenden Baugenehmigungen – sowohl für das Museum als auch für die Übungsfläche – nun zur Chefsache zu machen.
Die Jugendbürgermeisterin Alina Paris lobte die Arbeit der Einsatzkräfte sowie die bedeutende Rolle der Jugend- und Kinderfeuerwehr.
Kurdirektorin Eva Krüger-Linzer und Olaf Wiltfang, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsbetriebe Norden GmbH, betonten, wie wichtig die Feuerwehr für das Sicherheitsgefühl der Bürger und der vielen Gäste der Stadt sei. Sie überreichten eine Spende von 1.000 Euro an die Wehr.
Regierungsbrandmeister Erwin Reiners beleuchtete zukünftige Herausforderungen im Einsatzdienst, gab Einblicke in Neuerungen an der Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBKN) und übermittelte Grüße des Innenministeriums und des NLBKN.
Ehrungen
Für besondere Leistungen und langjährige Mitgliedschaften wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden geehrt:
Die meisten geleisteten Stunden bei der Jugendfeuerwehr haben Emily Neemann (zum dritten Mal in Folge mit 213 Stunden) und Jenke Noormann (mit 228 Stunden). Jeder von Ihnen erhielt einen Wanderpokal sowie einen Umschlag mit einer Überraschung.
Die meisten geleisteten Stunden Platz 1 mit 422,02 Stunden Simen Balzer, gefolgt von Liudmiyla Fatkullina mit 421,37 Stunden.
Die weiteren Plätze gehen an Veikko Ketelsen, Tjado Campen, Wilko Robert Gorre, Lara-Marie Blankenhagen, Gerhard Hönnig, Sven Bartmann , Sebastian Blankenhagen und Manuel Tamminga.
Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Andreas Jäckel geehrt.
Die Ehrung über 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Erich Weege, der heute noch aktiv die Datenpflege der Einsatzberichte übernimmt.
Beförderungen
Aufgrund der neuen landesweiten Dienstgradstruktur wurden in diesem Jahr besonders viele Beförderungen ausgesprochen.
Ernannt zur Feuerwehrfrau / zum Feuerwehmann wurden:
Tarek Alawad, Tim-Daniel de Wall, Heye Hopp, Timo Lorenz, Abdiwali Maalin Said, Emke Schierenstedt, Siebo Schröder, Janna Schumann, Albert Wolf.
Ernannt zur Oberfeuerwehrfrau / zum Oberfeuerwehmann wurden:
Siemen Balzer, Tjardo Bents, Lara-Marie Blankenhagen, Sebastian Blankenhagen, Leon Bruns, Kevin Büsing, Mirko Daniels, Nadine Dietl, Tim Evers, Liudmyla Fatkullina, Tim Grüneweg, Veikko Ketelsen, Artur Michel, Mohammed Nabha, Markus Poppinga, Wilko Richter, Alexander Schmitz, Frank Tjaden, Mika van Loh, Finn Wiltfang.
Zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau / zum Ersten Hauptfeuerwehrmann wurden befördert:
Thorsten Buß, Thorsten Carls, Ulfert Diepen, Karl-Heinz Gebauer, Patrick Geisen, Ingo Heims, Andreas Jäckel, Jens Luitjens, Alwin Mellies, Torsten Mennen, Ode Odens, Madlen Päpke, Heiko Richter, Heiko Schwitters, Helmut Strand, Manuel-Dieter Zell.
Zur Löschmeisterin / zum Löschmeister wurden befördert:
Wilko Robert Gorre,
Christian Feldmann zeitgleich eingesetzt als Staffelführer GW-A,
Alexander Fricke zeitgleich eingesetzt als stellv. Gruppenführer LF KatS,
Timo Hasbargen zeitgleich eingesetzt als Staffelführer DLAK,
Mareike Pieper zeitgleich eingesetzt als Gruppenführerin LF-Logistik,
Zur Oberlöschmeisterin / zum Oberlöschmeister wurden befördert:
Tjado Campen, Nico de Vries, Aike Hausberg, Jessica Kettler, Frank Wäcken
Zum Hauptlöschmeister wurde befördert:
Stefan Schröder
Zum Ersten Hauptlöschmeisterin / zum Ersten Hauptlöschmeister wurden befördert:
Klaus Dehne, Jörg Päpke
Zum Ersten Hauptbrandmeister wurde befördert:
Thomas Weege
Manuel-Dieter Zell wurde kommissarisch zum stellv. Staffelführer GW-A ernannt.
Wilko Bruns wurde kommissarisch zum stellv. Gruppenführer TLF 3000 ernannt.
Timo Klingenborg wurde auf eigenem Wunsch aus dem Amt des stellv. Zugführers (2. Zug) entlassen.
Die Aufgabe des Atemschutzgerätewartes wurde von Alexander Fricke an Irena Schott übergeben.
Unter „Verschiedenes“ meldete sich Alterskamerad Heino Schmull zu Wort. Mit seinen persönlichen Erinnerungen an frühere Zeiten schlug er den Bogen zur modernen Feuerwehrarbeit – wie immer in gespannter Stille, denn seinen Worten lauschte die ganze Versammlung aufmerksam.
Abschluss
Stadtbrandmeister Kettler dankte allen Einsatzkräften, Ausbilderinnen und Ausbildern, Unterstützern, Betreuenden und politischen Entscheidungsträgern. Die Freiwillige Feuerwehr Norden sei für die bevorstehenden Aufgaben gut gerüstet und blicke zuversichtlich auf das Jubiläumsjahr.



























