Kleinbus aus Schneewehe geborgen

07.01.2026, 19:18 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2026 »

Eine Schneeverwehung ist dem Fahrer eines Kleinbusses im Norder Ortsteil Westermarsch zum Verhängnis geworden. Der Mann wollte am Mittwochabend zurück zu seinem Bauernhof am Altendeichsweg. Die rund ein Kilometer lange Seitenstraße zu dem abgelegenen Hof war, wie viele andere Straßen auch, von einer dichten Schneedecke überzogen. Der starke Wind hatte den Schnee dort teilweise jedoch hüfthoch stark aufgetürmt. Gräben waren teilweise gar nicht mehr zu erkennen. In einer kniehohen Verwehung blieb der Mann schließlich mit seinem Wagen stecken und das in völliger Dunkelheit. Beim Versuch sich und das Auto in dem Schneegestöber zu befreien, rutschte der Wagen auf eine Grabenkante und drohte bei jeder Bewegung ganz in den Graben zu rutschen. Der Hilflose rief die daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Norden. Für die Norder Einsatzkräfte kam es so zu einem ungewöhnlichen und nicht einfachem Einsatz

Vom Standort Leybuchtpolder machte sich zunächst ein Hilfeleistungslöschfahrzeug auf den Weg. Das große Fahrzeug konnte den Mann jedoch wegen des Schnees auf der schmalen Straße nicht erreichen. Ihn überhaupt in der Dunkelheit und bei Schneetreiben zu finden, war schon schwierig für die Feuerwehr. Erst als der Mann mit seinem Handylicht winkte, entdeckten ihn die Feuerwehrleute. Schließlich wurde vom Hilfeleistungszentrum das Tanklöschfahrzeug nachgefordert. Der Unimog ist äußerst geländegängig und verfügt über eine Seilwinde. Mit dem Fahrzeug konnten die Helfer sich den Weg durch Schnee bannen und den Wagen mit der Seilwinde und einer Umlenkrolle befreien. Der geborgene Wagen wurde bei einem anderen Hof abgestellt. Die Feuerwehr geleiteten den Mann anschließend noch fußläufig zu seinem Zuhause, wo dessen Ehefrau bereits auf ihn wartete. Den Weg dorthin machten sich die Feuerwehrleute mit Schaufeln frei. Nach rund zwei Stunden standen alle Einsatzfahrzeuge wieder in ihren Fahrzeughallen.