Feuer in einem Kinderzimmer

11.12.2025, 20:02 Uhr, geschrieben von Thomas Weege in Einsätze » Einsätze 2025 »

Eine junge Familie ist am Donnerstagabend in Norden bei einem Brand in der eigenen Wohnung in Gefahr geraten. Gegen 20 Uhr schrillte ein Heimrauchmelder in der Wohnung am Burggraben. Zu dem Zeitpunkt befand sich eine junge Mutter mit ihren beiden kleinen Kindern im Wohnzimmer. Als die Frau nachsah, entdeckte sie ein Feuer im Kinderzimmer. Rauch breitete sich in der Erdgeschosswohnung aus, was die Flucht für die Familie erschwerte. Ein Nachbar wurde ebenfalls auf den Heimrauchmelder aufmerksam und eilte zur Hilfe. Er half den drei in Gefahr geratenen aus einem höhergelegenen Fenster ins Freie.

Parallel zu der Rettungsaktion rückten die Freiwillige Feuerwehr Norden, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Polizei aus. Ihnen wurde bei der Alarmierung mitgeteilt, dass sich noch Personen in der Brandwohnung befinden sollen. Durch das beherzte Eingreifen des Nachbarn, war eine Menschenrettung durch die Feuerwehr jedoch nicht mehr erforderlich. Auch alle anderen Bewohner des Mehrparteienhauses hatten das Gebäude sicher verlassen. So konnten sich die Feuerwehrleute auf die Brandbekämpfung und Belüftung konzentrieren. Atemschutzgeräteträger machten den Brand in der völlig verrauchten Wohnung zügig ausfindig und löschten ihn. Sie hatten als Angriffsweg den Fluchtweg der Familie durch das Badezimmerfenster genutzt. So konnte die Wohnungstür zum Treppenhaus verschlossen bleiben. Dadurch blieben die übrigen fünf Wohnungen allesamt vom Brandrauch verschont. Die Mieter konnten somit nach Beendigung der Löscharbeiten wieder zurück in ihre Wohnung. Nachdem die Stadtwerke vorsichtshalber Strom und Gas abgestellt hatten, schalteten sie die Energieversorgung später nach und nach wieder ein. Die Brandwohnung ist jedoch unbewohnbar.

Rettungsdienst und DRK übernahmen vor Ort die Betreuung der Brandopfer und des vom Arbeitsplatz hinzugekommenen Lebensgefährten der Mutter. Auch wenn die Familie Glück hatte und das Feuer unverletzt überstand, hat sie ihr Zuhause verloren. Vorerst kann sie zwar bei Freunden unterkommen, sämtliche persönlichen Gegenstände musste sie jedoch zurücklassen. Der Hitze und Rauch haben beschädigt oder verschmutzt. Bürgermeister Florian Eiben erschien ebenfalls an der Einsatzstelle und konnte über den Norder Kinderschutzbund eine erstes Hilfspaket an Bekleidung und Windeln organisieren. Nach einem zweistündigen Einsatz rückten alle Einsatzkräfte wieder ab. Die Vollsperrung des Burggrabens konnte damit wieder aufgehoben werden.

Fotos: NonstopNews Norden und Thomas Weege